DSGVO Street Art Fotografie danke DSGVO nun voellig am Ende?

Ist durch DSGVO die Street Art Fotografie am Ende?

Mit Inkrafttreten der neuen Datenschutzgrundverordnung am 25. Mai 2018 sind auch viele neue und wichtige Vorgaben für die Fotografie zu beachten und einzuhalten, will man denn drastische Bußgelder vermeiden. Dies kann schnell bis zu 4% des globalen Jahresumsatzes eines Fotogafs bedeuten.

Eines vorneweg: Dieser Beitrag kann keinesfalls rechtsverbindliche Auskünfte geben. Solltest Du Fragen im Umgang mit dem Datenschutz und Deiner Fotografie haben, wende Dich dazu immer an Deinen Anwalt oder die entsprechenden Behörden.

Umgang bei Bildern mit personenbezogene Daten

Die neue Verordnung sieht vor, keine “personenbezogene Daten” (Art. 4 Ziff 1 DSGV) zu speichern bzw. zu sammeln.

„die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person (im Folgenden „betroffene Person“) beziehen; als identifizierbar wird eine natürliche Person (Anmerkungen: = Mensch, in Abgrenzung zur juristischen Person = Firma) angesehen, die direkt oder indirekt, insbesondere mittels Zuordnung zu einer Kennung wie einem Namen, zu einer Kennnummer, zu Standortdaten, zu einer Online-Kennung oder zu einem oder mehreren besonderen Merkmalen, die Ausdruck der physischen, physiologischen, genetischen, psychischen, wirtschaftlichen, kulturellen oder sozialen Identität dieser natürlichen Person sind, identifiziert werden kann.“

Da so gut wie alle Fotografen, sowie auch ich mit einer Digitalkamera bzw. digitalen Spiegelreflexkamera unterwegs seien werden, kann es hier schon zu den ersten Berührungspunkten mit dem Datenschutz kommen. Denn oftmals werden bei digitalen Kameras neben Datum auch Uhrzeit, aber auch Temperatur und auch GPS Daten zur Positionsbestimmung gespeichert. All diese Informationen landen dann in den sogenannten Metainformationen (EXIF-Daten) eines jeden Bildes.

Vorsicht bei Fotos mit Personen!

Kurz mal mit dem Smartphone die Sehenswürdigkeit fotografieren und in einem sozialem Netzwerk mit freunden Teilen geh nicht mehr. Denn schon ein Schnappschuss kann die Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten wie Rasse, ethnische Herkunft, Geschlecht und sexuelle Orientierung mit sich führen. Hierbei kommt man durchaus schnell in Teufels Küche. Zumal auch schon allein deren Speicherung ohne Einwilligung untersagt ist. Man muss es also noch nicht einmal gepostet oder Veröffentlicht haben. Das macht alles nicht gerade einfacher und bitte korrigiert mich wenn ich falsch liege, aber ich hören schon dubiose mit den Hufen scharren.
Fotografieren mit dem Smartphone - DSGVO!

Wie gehe ich künftig nun korrekt vor?

Praktisch ganz einfach. Möchtest Du Fotos von Mensch veröffentlichen, brauchst du deren Einverständnis. Dazu musst Du über die Rechtmäßigkeit der Datenverarbeitung Rechenschaft ablegen können (warum & was genau). Praktisch ist es nun so, dass man zumindest am besten schriftlich das Einverständnis der zu fotografierenden Person in einfacher Sprache benötigt. Eine einfache Unterschrift reicht hier wohl aus. Jedoch muss man genau beschreiben worfür und wie die Daten verarbeitet werden. Auch ist das Bild nach dem Verarbeiten wieder zu löschen. Und zwar richtig. Heißt also - auch das Speichern der Bilder bis mal eines Tages die Festplatte kaputtgeht, wird mit DSGVO neu geregelt.

Wie sich das ganze also in der kommenden Zeit etablieren wird, bleibt abzuwarten. Aber für’s einfach mal so drauf halten, Foto machen und teilen, sehe ich schwarz :(