Bilder und Fotos verkaufen auf Adobe Stock
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Bilder auf Fotolia.de und Adobe Stock verkaufen

Hallo ihr lieben!

Ich habe nun nach einer langen Zeit mal wieder angefangen, mein Portfolio auf Adobe Stock weiter auszubauen. Das ist natürlich noch lange nicht so groß wie ich es gerne hätte und kann sich auch nicht mit all den professionellen Portfolios der ganzen talentierten Fotografen messen. Für mich es nur ein Hobby und daher möchte ich meine Erfahrungen dazu gerne mit euch hier in meinem Blog teilen.

Fotolia gehört mittlerweile zur Adobe Familie und ist unter Adobe Stock erreichbar. Meine Fotografien und Grafiken wurden in der Vergangenheit Stück für Stück bei Fotolia uploadet, mit Schlagwörtern versehen und nach erfolgreicher Freigabe auch im Portfolio eingebunden. Um die Fotos verkaufen zu können und vorallem auch zu dürfen, muss man sich an ein paar grundlegende Spielregeln halten, damit man im Nachhinein nicht dumm aus der Wäsche guckt. Welche Spielregeln das sind, möchte ich Euch in diesem Post erklären und den einen oder anderen Tipp mitgeben.

In erster Linie bedeutet Fotos verkaufen – Arbeit! – viel Arbeit.

Es muss einem klar sein, dass die Bilder nicht von allein geschossen, überarbeitet und dann später noch übertragen und betitelt werden. In Adobe Stock gibt es jedoch seit einiger Zeit ein hilfreiches Feature der AI Cloud-Technologie “Adobe Sensei”. Diese hilf dir beim automatischen Beschreiben eures Fotos mit Tags. Es analysiert jedes hochgeladen Foto und vergibt euch dabei Tag-Vorschläge anhand der erkennbaren Motive und Elemente. Das spart Zeit und gibt euch schon 20 ausgefüllte Tags direkt nach dem hochladen der Fotos.

Neben dem Taggen kommen noch einieg rechtliche Aspekte, die man unbedingt wissen sollte. Diese entscheiden, was man überhaupt Fotografieren darf und was nicht. Wozu braucht man Property Releases, also Freigaben von Grundstückseigentümern, Zustimmungen von Models oder Personen auf dem Foto. Und wie so oft möchte auch das Finanzamt gerne seinen Anteil haben an Deiner Mühe haben. Da Fotolia & Adobe Stock ein Unternehmen aus dem US Amerikanischen Raum ist, benötigt man ein Steuerformular, was die Regelung mit den Finanzbehörden in den USA & wie in meinem Fall Deutschland, abklärt. Für mich kam hier das Formular W-8BEN in Betracht, was man bei Fotolia und Adobe Stock einfach im Mitgliederbereich online innerhalb von ein paar Minuten ausfüllen kann.

Da Fotos verkaufen als zusätzliches Einkommen gilt, müssen alle Einkünfte dazu auch beim Finanzamt gemeldet werden. Als angemeldetem Nutzer findet man auch alle nötigen Informationen in dem bereitgestelltem Forum. Das klappt alles gut und einfach.

Natürlich hat es durchaus auch Vorteile, sich als Fotograf und Anbieter der weltweit größten Community anzuschließen. Denn Agenturen und Bildkäufer gehen automatisch zu den bekannten Adressen. Viele Millionen potentieller Käufer greifen tagtäglich mit den Adobe Creative Cloud-Applikationen auf die riesigen Bilddatenbanken zu. Das bedeutet natürlich im Umkehrschluss, dass man viel schneller als bei anderen Anbietern an Deine Bilder heran kommt. Zum Beispiel ist jetzt jetzt möglich, direkt in Photoshop auf Adobe Stock zuzugreifen. So einfach war das noch nie!

Zudem ist es mit dem Adobe Lightroom CC möglich, die Bilder nicht nur optisch aufzubessern, sondern die Verschlagwortung zu pflegen, also mit sinnvollen Tags befüllen, Titel hinzufügen und wenn alles fertig ist, das Bild direkt zu Adobe Stock hochladen.

Checklist - Das solltest du beachten, wenn du auf Fotolia und Adobe Stock Fotos verkaufen möchtest

Fotografien auf Fotolia und Adobe Stock verkaufen

Einnahmen, Guthaben & Steuern

Bevor man Fotos verkauft, sollte man wissen, dass man im Fall eines Bilderkaufs, Einnahmen entstehen, die auch steuerrechtlich Relevant sind. Wie auch mit realem Geld fallen darauf entsprechend der geltenden Gesetze Steuern an. Dies bedeutet also, dass man den Nebenverdienst, dem Finanzamt mitteilen muss. Noch komplizierter wird es, da sich Fotolia bzw. Adobe Stock im Ausland (in den USA) befindet. Damit es damit keine Probleme gibt, muss ein Steuerformular noch mit den USA abgeschlossen werden. Im Mitgliederbereich findet man alle Unterlagen in der Steuerbibliothek, die man dafür benötigt.

Motivauswahl - Nischen bedienen

Motive: Versucht vor allem, anders zu sein und eure eigene Nische zu finden. Nischen werden nicht so viel bedient wie Katzen- und Hundefotos. Ausgefallene Motive haben bessere Chancen verkauft zu werden. Versetzt euch in die Köpfe von Werbeagenturen. Diese sind die Hauptkunden die Fotos kaufen und weiterverwenden. Was für Fotos seht ihr wenn ihr Werbematerial in den Händen haltet. Geht mit offenen Augen durch das Leben und habt die Kamera griffbereit.

Qualitätsfaktor

Deine Bilder sollten wirklich gestochen Scharf sein bzw. den Qualitätsansprüchen von Adobe Stock genügen. Hierzu kannst Du die die Hilfe für Verkäufer zu rate ziehen um mehr Bilder von Fotolia listen zu lassen. Man muss dafür keine besondere Technik anschaffen. Aber oftmals reicht es schon, sich die Mühe zu machen, und die Kamera auf ein Stativ zu befestigen. Das bringt oftmals schon bessere Bilder hervor.

Bilder retuschieren / bearbeiten

Bilder wenn nötig von störenden Elementen mit Adobe Photoshop CS oder Gimp & Co. befreien. Sauber retuschierte Bilder haben einen höhere Akzeptanz bei der Qualitätsbeurteilung durch die QS-Moderatoren. Aber auch hier sollte man gewissenhaft Arbeiten. So gibt es unter anderem die Vorgaben, dass die Bilder nicht interpoliert werden, also von Klein auf Groß vergrößert werden und dass die minimale
Bildauflösung 2400 x 1600 Pixel beträgt. Sind Logos auf dem Bild vorhanden, müssen diese sauber entfernt werden, da es sonst probleme mit Bildrechten geben kann.

Starke Tiefenunschärfe vermeiden (weiche Hintergründe)

Bilder mit wenig Tiefenschärfe werden in der Regel nicht mehr so häufig angenommen. Viele Fotografen lieben es aber mit der Unschärfe zu spielen. Clever eingesetzt hat es auch sicher einen Mehrwert für das Bild, jedoch ist es für Marketing- und Werbeagenturen schwieriger solche Bilder weiterzuverarbeiten. Scharfe Konturen gibt es nicht mehr und daher lassen sich auch Objekte schwierig Freistellen und weiterverwenden. Daher lieber Bilder mit weniger oder keiner Unschärfe arbeiten.

Verschlagwortung / Keywords (Tags)

Es sollten viele Keyword Tags für eine ausreichende Bildbeschreibung verwendet werden. Versucht daher euer Motiv möglichst tiefgreifend und genau zu Taggen und jedes Element bedenken -> Blatt, Sonne, Grün, Vegan … ). Die Verschlagwortung von Bildern ist essentiell, da dies Grundlage dafür ist, dass eure Bilder gefunden werden. Versuche mindestens pro Bild 15 Keywords einzusetzen. Als Kunde von Adobe nutzt ihr auch automatisch die Adobe Cloud AI Funktion “Adobe Sensei”. Dieses clevere Feature unterstützt euch bei dem Verschlagworten voll automatisch und erkennt und Taggt eure Bildinhalte.

Alle notwendigen Dokumente einreichen (DSGVO!)

Bei Fotografien von Menschen muss immer die Erlaubnis der fotografierten Person beigefügt werden. Das unterschriebene Dokument kannst du beim Foto-Upload mit hochladen (mehr zu den rechtlichen Bestimmungen). Das Gleiche gilt auch für manche Häuser und öffentliche Gebäude. Hierfür sind die Einverständniserklärungen mit Unterschrift der Eigentümer und des Fotografen notwendig.

Geduld haben

Nach dem Upload der Bilder werden diese von geprüft und ggf. in das Portfolio aufgenommen. Dies kann zwischen 2 und 5 Werktage dauern. Hier braucht man leider ein wenig Geduld

Vor allem: Habt Spaß!

Versucht, das Beste aus euren Fotos herauszuholen. Qualität statt Quantität. Man muss nicht innerhalb weniger Monate 1.000 Fotos hochladen. Wichtig ist, dass man daran Spaß hat und keine Wunder erwartet. Man wird mit Fotolia nicht reich. Man braucht schon ein Portfolio mit mehreren tausend Bilden, bis man gute Verkaufszahlen pro Tag erzielt. Da steckt also eine menge Arbeit darin.


Fotos verkaufen mit Adobe Lightroom CC

Das richtige Werkzeug für Fotoverwaltung, Katalogisierung und Entwicklung Damit Bilder auch nicht irgendwo verschollen gehen, braucht man Ordnung im Chaos. Viele Fotografen nutzen hierfür ad beliebte und ausgereifte Werkzeug von Adobe Lightroom CC. Bilder Ordnen, Verwalten, Kategorisieren und bearbeiten. Adobe Lightroom bietet auch die Möglichkeit, Bilder direkt aus Lightroom mit Schlagworten zu versehen, Titel zu geben und den Upload an Adobe Stock vorzunehmen. Damit sind all ihre Bilder die sie hochladen möchten, ruck zuck auf Adobe Stock bzw. Fotolia eingereicht. Damit das klappt, muss man sich nur den Veröffentlichungsdienst “Adobe Stock” links unten aktivieren, seinen Daten eingeben und fertig.
Fotografien auf Fotolia und Adobe Stock verkaufen

Fazit

Fotos online verkaufen ist schwieriger als gedacht.

Als ich angefangen habe Bilder bei Fotolia bzw. Adobe Stock hochzuladen musste ich ernüchternd feststellen, dass oft nur 1 von 10 Bildern angenommen wurde. Leicht enttäuscht und überrascht habe ich festgestellt, dass es doch nicht so leicht ist, Bilder zu machen und es dem Anspruchsvollen Fotolia-Portfolio hinzuzufügen um die Fotos verkaufen zu können. Diese Erfahrung ließ meine Euphorie kurzzeitig stark einknicken und ich wandte mich anderen Themen zu. Nach nun einem Jahr versuchte ich einen neuen Start. Überlegte mir genau was Fotolia von mir verlangt. Auf vielen Internetseiten wird heutzutage beschrieben, wie einfach und schnell man mit eigenen Bilden bei Fotolia Geld verdienen kann. Sicher möchte ich das nicht abstreiten dass dies möglich ist, jedoch steckt in dem Satz das Wort “verdienen” drin.

Und um etwas verdient zu bekommen, muss man Schuften. Viel Schuften. Mit 20 – 50 Bildern ist auf dem hart umkämpften Markt nichts zu holen. In Diskussionen mit anderen Anbietern ist mir schnell klar geworden, dass ohne ein starkes Portfolio mit mindesten 750 und mehr Bildern nicht viel zu machen ist. Sicher kommt auch bei weniger Bildern etwas rum, aber es wird nur wenig und kleckerweise sein. Das sollte einem schon klar sein. Denn hier macht einfach die Masse an Bildern den kontinuierlichen Verkauf der Bilder aus. Wenn man bereit ist, hier soviel Kraft und Zeit zu investieren, dann “verdient” man auch damit.