Abmahnung durch Links! Zerstört das Urheberrecht den Link?

Der Europäische Gerichtshof hat bereits im 4. Quartal 2016 entschieden, dass ein Link auf externe Seiten bereits eine Urheberrechtsverletzung darstellen können, sofern auf der verlinkten Seite Bilder, Texte oder Videos ohne gültige Lizenz verwendet werden. Nun hat auch ein deutsches Gericht diesen Entschluss bekräftigt (Landgerichts Hamburg | Linkhaftung (Az. 310 O 402/16)).

Kurz um heißt das also für Betreiber von Webseiten, dass sie vor dem Setzen eines Links, praktisch den Betreiber der zu verlinkenden Seite kontaktieren sollten und um eine Bestätigung bitten, dass deren Seite frei von Urheberrechtsverletzungen ist.

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Allerdings gelten die Bestimmung nur für kommerziell betriebene Websites. Jedoch reicht es schon, wenn man auf seiner Seite Affiliate Angebote wie von Amazon oder Google Adsense anbietet, um als kommerzielle Website in Betracht zu kommen. Wenn man also mit “Gewinnerzielungsabsicht” eine Seite betreibt.

Links im Internet sind gang und gäbe. Sie gehören zum Internet – sind das Internet und ohne Links würde man kaum noch von einem “Netz” sprechen können. Doch, was ist, wenn die Seite, auf die man verlinkt, plötzlich Urheberrechtsverletzungen begeht? Wer haftet dann und wie kann man sich schützen? Auf vielen Websites gibt es sogenannte Disclaimer – reichen diese nun nicht mehr?

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